Backfokus – Frontfokus ? Fokuskorrektur !

Da nach langer Abstinenz für mich jetzt wieder die Fotosaison beginnt, habe ich mittels der Fokuskorrektur in meiner Kamera den Fokuspunkt meiner Festbrennweiten korrigiert.

Wozu das ?

Es gibt bei einigen Objektiven das Phänomen, das der Autofokus an der Kamera, einen Fehlfokus aufweist. Das heisst, das der echte Fokuspunkt einige Zentimeter vor oder hinter dem eigentlich fokussierten Punkt liegt. Im Endeffekt kann man dann an der Kamera fokussieren und man hat trotzdem immer unscharfe Bilder. Besonders fällt der Fehlfokus auf, wenn man sehr offenblendig fotografiert, da z.B. bei einem 85 mm Objektiv bei einer Blende von 1,4 und einer Motiventfernung von 2 Metern der Schärfebereich nur ca. 4 cm beträgt! Wenn das Motiv in einer Entfernung von 1 Meter ist, habe ich nur noch 1,5 cm Schärfentiefe. Da muss man genau zielen ! Mein Respekt gilt hier den Profis ( Kotzsch und Langer ) die mit einer Blende von 1,2 fotografieren.

Sollte solch ein Fokusfehler innerhalb des Garantiezeitraumes auftreten, empfehle ich das Objektiv umzutauschen. Da ich aber vorrangig gebrauchte Objektive erworben habe und deren Garantie abgelaufen ist, kann ich die Objektive selbst beim einem Fehler nicht umtauschen.

Eine Möglichkeit besteht nun darin, die Kamera inklusiv des Objektivs an einen NPS (Nikon Professional Service) zu senden und dann den Fokus genau für dieses Objektiv neu einstellen zu lassen. Das hat erstens den Nachteil das es kostenpflichtig ist und zweitens das dann die Fokuskorrektur speziell für das eine Objektiv erstellt wurde. Hat man ein zweites Objektiv, das einen anderen Fehlfokus aufweist, besteht immer noch ein Problem.

Bei semiprofessionellen Kameras kann man über das Kameramenü pro Objektiv eine Fokuskorrektur anlegen und abspeichern und so den Fehlfokus vom Objektiv digital korrigieren.

Wenn die Kamera das Objektiv erkennt, schaltet sie automatisch die für dieses Objektiv eingestellte Fokuskorrektur ein.

Um den Korrekturwert zu erhalten, nutze ich aktuell den Selbstbau Fokustest von der Traumfliegerseite.

Fokus Detektor
Fokus Detektor von der Traumfliegerseite

Die Kamera wird dazu auf einem Stativ festgeschraubt und in der möglichen Minimalentfernung (beim Nikon 85/1,4 sind das ca 85 cm) zum Fokusdetektor aufgestellt.

Ich hab die Kamera dann per USB am Notebook angeschlossen (siehe mein Artikel zum Thema Tethering) und den Fokusdetektor offenblendig fotografiert, um die Schärfe direkt am Notebookmonitor beurteilen zu können.

Um den Schärfepunkt zu verstellen gehe ich nun im Kameramenü in das Menü „System – AF Feinabstimmung“ und korrigiere dort den Fokuspunkt in meinem Fall um -5 nach „Vorne“.

D800 - Menü System - Objektivdaten
D800 – Menü System – Objektivdaten
D800 - Menü System - AF Feinabstimmung
D800 – Menü System – AF Feinabstimmung

Dies kann ich nun für jedes Objektiv mit Festbrennweite wiederholen. Bei Zoomobjektiven ist der Test immer nur für eine bestimmte Brennweite wirksam.

Hat jemand von Euch schon diesen Test gemacht?


Foto mit Photoshop in gemaltes Portrait auf Leinwand umwandeln

Diesmal geht es in meinem Beitrag um ein Tutorial zum Thema Umwandlung eines Fotos in ein auf Leinwand gemaltes künstlerisches Portrait.

Die Schritte sind in Photoshop nachvollziehbar. Da verschiedene Ebenen und Ebenenmodi verwednet werden. sollte hier Grundkenntnisse vorhanden sein. Es sind aber keine zusätzlichen Plugins notwendig. Bei Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.

  1. Foto in Photoshop öffnen
  2. Alles markieren (STRG-A)
  3. Menü Bild – Muster festlegen (Namen vergeben)

Das dient zu Vorbereitung für das spätere Malen des Bildes.

Muster festlegen Menü Muster festlegen - Namen vergeben
  1. Ebene duplizieren (Shortcut Windows: STRG+J Mac: cmd+J )
  2. Auf duplizierter Ebene Filter anwenden – Stilisierungsfilter – Konturen finden
  3. Sättigung dieser „Konturen“ Ebene auf -100 setzen (Windows: STRG+U Mac: cmd+U)
  4. Diese Ebene wird auf den Ebenenmodus „Multiplizieren“ gesetzt.

Sättigung der Konurenebene verringern (-100)
Sättigung der Konturenebene verringern (-100)

Jetzt erstellen wir uns eine „künstliche Leinwand“ auf einer neuen Ebene

  1. Neue Ebene erstellen (STRG+N, cmd+N)
  2. Bearbeiten – Flächen Füllen – Farbe (Hier sucht man sich die Farbe aus, die am ehesten einer Leinwand entspricht.
  3. Strukturierung dieser Ebene mit Menü Filter – Filtergalerie – Strukturierungsfilter – Mit Struktur versehen: Leinwand (Meine Werte ca. Skalierung 80% Reliefhöhe: 5 )
  4. Diese Leinwandebene wird auf den Ebenenmodus „Multiplizieren“ gesetzt
Farbe für Leinwand Ebene definieren
Farbe für Leinwand Ebene definieren
Struktur für Leinwandebene erzeugen
Struktur für Leinwandebene erzeugen

Nun legen wir noch eine neue leere „Malebene“ an

  1. Neue Ebene (STRG+J bzw. Cmd+J)
  2. Diese Ebene „Malen“ wird auf den Ebenenmodus „Hartes Licht“ gesetzt

Die Reihenfolge der Ebenen und die Ebenenmodi sollten nun so aussehen. Wenn das Ebenenmenü nicht angezeigt wird kann man dieses mit F7 bzw. fn+F7 aktivieren.

Die Ebene "Konturen" steht auf Ebenenmodus "Multiplizieren"
Die Ebene „Konturen“ steht auf Ebenenmodus „Multiplizieren“
Ebenenaufbau für "gemaltes" Bild
Die Ebenen „Malen“ steht auf Ebenenmodus „Hartes Licht“

Nun stellen wir das Werkzeug um auf den Musterstempel (S) links im Menü. Bei viele wird hier Standardmäßg das Kopierwerkzeug angezeigt.

Musterstempel
Musterstempel unten links asuwählen

Sollte diese Werkzeug nicht in der Werkzeugleiste sichtbar sein, kann man entweder „S“ drücken oder auf das kleine Dreieck am Kopierstempelwerkzeug drücken und dann den Musterstempel auswählen.

Das Foto als Muster für das Werkzeug auswählen
Das Foto als Muster für das Werkzeug auswählen

Wenn das Werkzeug aktiviert ist, muss man in der oberen Menüleiste das am Anfang des Tutorials definierte Bild als Muster auswählen.

Für den Pinsel wähle ich einen flach abgewinkelten Borstenpinsel aus dem Standardpinsel von Photoshop.

Durch den Einsatz eines Stifttabletts (Bamboo Fun) kann ich in Photoshop den Pinsel noch individuell einstellen um noch mehr den Eindruck eines Pinselstrichs zu bekommen.

Formeigenschaften: Größen Jitter – Zeichenstift Druck

Transfer: Deckkraft Jitter – Zeichenstift Druck

Pinsel Einstellungen bei Einsatz eines Stiftes
Pinsel Einstellungen bei Einsatz eines Stiftes

Nun beginne beginne ich mit den „Mustermalen“ auf der Ebene „Malen“. Achtet darauf das das Foto als Muster ausgewählt ist und oben in der Menüleiste angezeigt wird.
Mit unterschiedlicher Deckkraft und unterschiedlicher Pinselgrößen malen wir nun auf dieser Ebene.

Zwischenergebnis bei Malen
Zwischenergebnis bei Malen

Ich variriere auch auch die Pinseloptionen „Fluss“und „Impress.“ und erhalte somit unterschiedliche Optiken des Pinselstriches und der Farbverläufe beim Malen.

Auch ist es möglch noch eine Malebene zu erzeugen, diese dann auf ein anderen Ebenenmodus zu setzen und dann wieder darauf mit dem Musterstempel zu malen. Hier kann dann auch die Deckkraft verändert werden um z.B den Hintergrund des Bildes generell schwächer wirken zu lassen.

Ein hilfreicher Tipp ist noch nur einzelne Pinselstriche zu setzen und nicht alles auszumalen. Versucht auch geschwungen und gekreuzte Striche zu setzen, den so würde auch ein Maler den Pinsel benützen.

Und hier mein Endergebnis:

Leinwand_FotoViel Spaß beim Ausprobieren.


Selbstportrait

Da ich derzeit krankheitsbedingt nicht zum Fotografieren komme, habe ich ein Selbstportrait geschossen.

Es beschreibt meinen derzeitgien Zustand: Nachdenklich, Skeptisch, Abwartend

Januar 2013

Januar 2013

Ich hab meine Kamera mit dem Nikon 85 1,4 auf ein Stativ geschraubt und per USB ans Notebook angeschlossen. Per Tetherfunktion habe ich dann den Auslöser vom Notebook aus gedrückt. Focus automatisch, Blende 2,2, ISO 500, 1/160 – Licht vom Fenster hinter der Kamera.


Buchtipp: Von erfolgreichen Fotografen lernen: Portraitfotografie

Zu Weihnachten habe ich mir ein Buch gekauft, da mir der “Blick ins Buch” bei Amazon sehr zugesagt hat.
Es ist von fünf Autoren geschrieben und behandelt das Thema Portraitfotgrafie.
Ob diese jetzt alle “Erfolgreich” sind kann ich allerdings nicht bestätigen. Die Namen waren mir davor jedenfalls nicht bekannt.

Jeder Autor beschreibt seine Hernangehensweise an die unterschiedlichen Facetten der Portraitfotografie.

Vom klasssichen Studiosetting, über die besonderheiten der Street- und Lifestylefotografie mit Exkursen zu Bildbearbeitung ist Christian Kasper der erste Autor.

Danach erklärt Daniela Reske die Anforderungen der Baby- und Kinderfotografie. Verdeutlicht wird dies anhand von einige Bildern deren Herstellung erklärt wird.

Nadine Schönfeld ist dir dritte Autorin, die ihren Workflow und ihre Herangehensweise schildert. Exkurse zum Thema “Bildideen entwickeln” und “Shooting planen” runden ihr Kapitel ab.

Andreas Puhl beschreibt seine Aktfotografien, die er aber gar nicht als Spezialgebiet sieht.

Abschließend zeigt Michaela Hanke ihre kreativen Portraits und Businessportraits mal anders.

Jedes Kapitel endet mit einem Interview mit dem jeweiligen Fotografen, das nochmals den persönlichen Stil in den Vordergrund stellt.

Für mich ist es sehr reizvoll die Heransgehensweise von anderen Fotografen zu erfahren und in einem Buch unterschiedliche Fotostile kennenzulernen.

Sowohl die theoretischen Ansätze als auch die Entstehung der Fotos sind praxisnah und Nachvollziehbar beschrieben.

Für mich auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für Anfänger und Fortgeschrittene. Da es im Buch weniger um die Kameratechnik geht, sollte einem die Bedienung der Kamera im manuellen Modus bereits bekannt sein.


Calvin Hollywood – Ein Mensch der gern teilt … nicht nur bei Facebook

Pünktlich zum Nikolaus hat Calvin Hollywood seinen Geschenkesack geöffnet und ein kostenloses einstündiges Schulungsvideo zum Thema “Natürliches Indoor Portrait” bereit gestellt. Es beschreibt sehr ausführlich und nachvollziehbar wie man unter einfachen Bedingungen ein Charakterportrait erstellt. Angefangen von der Nutzung des mehr oder weniger vorhandenen natürlichen Lichts (Available Light) über den Kontakt zum Model bis hin zur nachträglichen Bildbearbeitung zeigt Calvin in seinem Video jeden seiner Schritte und erklärt ihn sehr ausführlich.

Ich folge Calvin schon seit der Zeit als er neben-staatsdienst-beruflich Fotografiert hat und Workshops gehalten hat. Was mich an seinem Werdegang so begeistert, ist seine Einstellung sein Wissen kostenlos der Community anzubieten. Das beginnt bei persönlichen Antworten von Emails mit Reaktionszeiten die sich im gefühlten Millisekundenbereich bewegen ;) bis hin zu seinen unzähligen kostenlosen Tutorial Videos auf seine Youtube Channel, seinen Aktivitäten in Foren, die er mitaufgebaut hat und seinen Workshopveranstaltungen und “Hollywood On Stage” Event die er zu sehr humanen Preisen anbietet, so das auch Nichtprofis daran teilhaben können.

Rundum eine Persönlichkeit, der man gerne “folgt”.

Hier gehts zum Video:

Und hier noch Links zu seinen anderen Seiten:


Kaffeemaschinen Portrait

Die Objektfotografie ist ein Thema mit dem ich mich bisher weniger beschäftigt habe. Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit in einem Reparaturbetrieb für Kaffeevolautomaten zu fotografieren.

Ob mehr aus der Liebe zur Bohne wird kann ich aber noch nicht sagen. Auf jeden Fall hat es den Vorteil das man in so einem Laden ständig mit Espresso versorgt wird und das „Model“ keinen Widerspruch gibt und sich schon gar nicht bewegt.


Objektivdeckel LC 77 für Nikon

Objektivdeckel gehören zu einer eigenartigen Gattung. Sie gehen häufig verloren (zumindest bei mir), verstecken sich perfekt in Seitentaschen und kosten einen derartig hohen Betrag, das man sich fragt ob sie zu einer Geldanlage genutzt werden könnten.

Der Original Nikon LC 77 kostet bei Amazon ca. 12 Euro plus Versand.

Ich habe mich dazu entschlossen einen Nachbau aus China über Ebay zu testen. Für 1,51 Euro inkl Versand erhält man eine originalgetreuen Nachbau mit hoher Passgenauigkeit. Allein das sich der Objektivdeckel leicht wölbt und somit nicht 100% plan auf dem Objektiv liegt, schmälert den anonsten sehr guten Eindruck.

Trotzdem ist der Federmechanismus leichtgängig und halten den Deckel fest am Objektiv.

Es ist auf jeden Fall eine Alternative zum zehnfachen Preis des Originals.